Genießen Sie ihren Garten und lassen die Seele einmal baumeln  

mit unseren Sommerimpressionen!

 

 



 

Gurken - Tomaten

 

Gurken gehören zu den Starkzehrern. Wer im Herbst oder im zeitigen Frühjahr den Platz für die Gurken mit reichlich Kompost, organischem Dünger und einer Mulchabdeckung vorbereitet hat oder im letzten Sommer auf diesem Beet eine Gründüngung ausgesät hat, kann sich jetzt über eine reiche Ernte von diesem Tropengemüse freuen.

Gurken lieben einen sonnigen, windgeschützten Platz und wachsen gerne auch am Spalier. Durch Trockenheit entstehen Wachstumsstockungen und in Folge dessen bittere Früchte. Gurken sollte man mit abgestandenem, warmem Wasser gießen. Während der Hauptwachstumszeit kann man zwei- bis dreimal mit verdünnter Brennesseljauche düngen. 

 

 

Neben Sorten für den Gewächshaus- und Freilandanbau bietet der Handel Mini- und Snackgurken an, die auch hervorragend auf dem Balkon gedeihen. 

Und sollten Sie einmal zu viele Gurken haben, können Sie diese z.B. als Senfgurken einmachen.

 


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Während im gewerblichen Anbau nur wenige, meist rundliche Sorten Tomaten kultiviert und angeboten werden, können wir Freizeitgärtner uns an einer Vielzahl an Züchtungen erfreuen. Hier z.B. die russische Reisetomate.

 

 

Tomaten sind reich an Vitamin C und enthalten in großen Mengen Lycopin, einen Phytowirkstoff, der die Haut vor Sonnenschäden schützt. Diese Carotinoid-Verbindung ist auch für die rote Farbe der Tomaten verantwortlich. Außerdem enthalten Tomaten reichlich Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt reguliert.

 

Die spanischen Eroberer brachten die Tomaten im 16. Jahrhundert aus den tropischen Ländern Süd- und Mittelamerikas mit. Lange Zeit wurden die roten Früchte als Zierfrüchte betrachtet. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts zogen die Tomaten in unsere Gärten ein und entwickelten sich zu einem der beliebtesten Gemüse.

 

Tomaten lieben einen Stammplatz! Am besten gedeihen sie, wenn sie Jahr für Jahr auf dem gleichen Beet wachsen dürfen. Sie bleiben gesund, wenn sie mit ihren eigenen Abfällen gedüngt werden. Tomaten lieben einen sonnigen, regengeschützten Platz an einer Südwand, die die Wärme reflektiert. Gießen Sie bei Trockenheit reichlich mit abgestandenem, warmem Wasser und niemals über die Pflanze. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt und den Geiztrieben hält die Feuchtigkeit und nährt die Pflanzen. Setzen Sie Tomaten nie neben Fenchel oder Kartoffeln!

Tomaten lassen sich, vorausgesetzt es handelt sich um samenfeste Sorten (keine F1 Hybridsamen) leicht selbst vermehren. Dazu geben Sie die Kerne in ein Küchensieb und waschen das noch vorhandene Fruchtfleisch ab. Die gewaschenen Kerne verteilen Sie auf einem Blatt Küchenrolle. Dieses beschriften Sie vorher mit dem Sortennamen. Lassen Sie das Blatt gut trocknen, bevor Sie es bis zur Aussaat im nächsten Jahr zusammengelegt aufbewahren. Ab März können Sie die Samen auf der Fensterbank vorziehen.

Rundtomaten eignen sich sehr gut für den Frischverzehr. Rispentomaten bleiben auch ausgereift noch lange an der Rispe hängen, ohne abzufallen, daher muss seltener gepflückt werden. Es gibt auch gelbe Sorten!

  

 

Die Wildtomate HumboldtII ist für den ungeschützten Anbau im Freiland geeignet. Der Wuchs ist strauchartig (nicht ausgeizen), darum braucht sie auch genügend Platz und etwas Stütze. Die bis zu 3 cm großen, sehr aromatischen Früchte sind himbeerrot und können von Mitte Juli bis zum Frost geerntet werden. 

 

Nicht ausgeizen müssen Sie z.B. auch die Sorte FuzziWuzzy, die reichlich Früchte trägt und sich auch gut auf einem Balkon im Topf kultivieren lässt.

 

Dass sich aus Tomaten ein ganzes Buffet zaubern lässt, durften wir beim Besuch einer Gartenbäuerin 2018 erfahren!

 

Wir wünschen Ihnen, dass Ihre Tomaten von Schädlingen und Krankheiten verschont bleiben. Zwei Krankheitsbilder wollen wir Ihnen noch zeigen, und zwar die Gelb- oder Grünkragenkrankheit, die eine Stoffwechselerkrankung und nicht genau geklärt ist. Sie tritt sortenspezifisch auf durch Hitze oder starke Stickstoffgaben oder Kalimangel

  

und die Blütenendfäule, die aufgrund Calciummangel meist durch eine Stickstoffüberdüngung entsteht .

 

Sollte an Ihren Pflanzen die Kraut- oder Braunfäule auftreten, entsorgen Sie die betroffenen Pflanzenteile bitte sofort über die Restmülltonne.

  



Zucchini - Wintergemüse - Gründüngung

 

In den meisten Gemüsegärten gibt es jetzt Zucchini in Hülle und Fülle. 

Zucchinis sind eine Unterart des Gartenkürbisses. Sie gedeihen auf nährstoffreichen Böden, am besten setzt man sie auf einen im Frühjahr umgeschichteten Komposthaufen. Es gibt sie nicht nur in grün, sondern gestreift, gelb, creme-grünlich, länglich, kugelig und zwischenzeitlich auch in weiteren Formen auf dem Markt. 

Optimal schmecken Zucchini jung geerntet mit 10 – 20 cm. Die Früchte finden in der Küche vielseitig Verwendung, da sie roh verzehrt, zu Suppen oder Nudelsaucen verkocht, als Gemüse zubereitet, gefüllt, gebraten oder gegrillt werden können. Selbst leckere Kuchen kann man aus Zucchini backen, sowie auch süß-sauer oder exotisch einlegen. 

In südlichen Ländern bekommt man als Vorspeise oft junge Zucchini dünn gehobelt, auf einem Teller angerichtet und nur mit Zitrone und Olivenöl beträufelt mit einem Baguette als Vorspeise serviert.

 

Stöbern Sie einmal in Rezepten, bestimmt finden Sie gleichfalls etwas Interessantes wie unseren Zucchinikuchen:

200g Zucker, 3 Eier, 1 Vanillinzucker, 1 TL Zimt, 1 Prise Salz, ½ Öl, 500g Zucchini geraspelt, 250 g gemahlene Mandeln, 250 g Mehl, 1 Backpulver, 50 g geraspelte Schokolade, 1 Packung Schokoladenguss

Zucker, Eier und Vanillezucker schaumig rühren. Das Öl und die Gewürze langsam in die Schaummasse geben. Die Zucchini raspeln und die restlichen Zutaten hinzufügen. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.

Bei 180 – 190 ° ca. 35 Min. backen, abkühlen lassen und mit Schokoguss überziehen. 

Schmecken Zucchinis bitter, vor allem am Fruchtansatz, also da wo die Blüte saß, enthalten sie Bitterstoffe, sog. Cucurbitacine, die sehr giftig sind und schwere gesundheitliche Schäden verursachen können. Solche Zucchini sind unbedingt zu entsorgen

 

Beim Anbau sollte deshalb ein Samen aus kontrolliertem Anbau, also gekaufter Samen, verwendet werden.


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Jetzt ist noch Zeit, um Salat und Gemüse für den Winter anzupflanzen.

Besuchen Sie die heimischen Gärtnereien!

Auch Feldsalat kann Ende Juli schon ausgesät werden.

 

 



 

Beete, die bereits abgeerntet sind, sollten nicht leer stehen bleiben. Vielleicht versuchen Sie es einmal mit einer Gründüngung! So können Sie ihren Boden verbessern und  - wenn Sie jetzt säen -, sich über die Blüten dieser Pflanzen noch freuen. Die Gründüngung bleibt über den Winter auf dem Beet stehen und wird im Frühjahr (wenn sie nicht abgefroren sind) gemäht und möglichst in das Beet eingearbeitet. So liefern die Pflanzenteile Humus.

Gute Gründüngungspflanzen sind Tagetes, Ringelblume, gelber Senf, Phacelia, Buchweizen, Inkarnatklee, die gelbe, die weiße und die blaue Lupine, die Sonnenblume und der Ölrettich. Allerdings sollte auf Ölrettich kein Kohl oder andere Kreuzblütler angebaut werden. Die Phacelia hat im Gemüsebeet keine Verwandten und zählt neben Inkarnatklee als gute Bienenweide!

 


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Die Beeren sind reif! 

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Alle Beeren lassen sich zu herrlichen Kuchen und Torten verarbeiten! 

Viele von uns haben schon die Erdbeeren im Garten geerntet, genossen, Marmelade eingekocht oder verschiedene Kuchen kreiert. 

Die Erdbeerpflanzen haben jetzt viele „Kindel“ gebildet, über die die Pflanzen vermehrt werden können. Sie können diese „Kindel“ Ende Juli/Anfang August direkt ins Beet setzen, wenn Sie ihre Pflanzen verjüngen wollen. Sollen Ihre Pflanzen im nächsten Jahr noch im Garten verbleiben, sollten Sie jetzt alle Blätter bis auf das Herz entfernen. Jetzt ist auch die Zeit, die Erdbeeren mit Kompost oder Beerendünger zu versorgen. 

Noch ein Tipp: Wenn Sie bei Nachbarn/Freunden besonders gute Erdbeeren genossen haben, fragen Sie diese nach Kindel. 

Wollen Sie ein neues Erdbeerbeet anlegen und ist dieses noch besetzt, können Sie jetzt schöne, kräftige Kindel abschneiden und diese in kleine Töpfe setzen. Im Herbst können die gut durchwurzelten Pflanzen dann an Ort und Stelle ausgepflanzt werden.

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Himbeeren stecken voller Antioxidantien. 

Voll reif genossen schmecken sie einfach köstlich und lassen sich vielseitig einsetzen. Verarbeiten Sie Himbeeren zu Gelee, Marmelade (auch mit anderen Beeren gemischt) oder frieren Sie diese für den Winter ein. 

Setzen Sie einmal einen Himbeeressig an! 

Hier ein ganz einfaches Rezept: 300 g Himbeeren vorsichtig waschen und in ein gut gesäubertes Glas geben. Mit ½ l weißem Balsamico-Essig übergießen. Das Glas verschließen und an einem warmen Ort 14 Tage stehen lassen. Dann den Essig abgießen, einmal aufkochen, abkühlen lassen und in eine Flasche füllen. Wer mag, gibt die Himbeeren in die Flasche und übergießt diese mit dem Essig.

Die Ruten der einmal tragenden Himbeeren (auch Sommerhimbeeren genannt) werden nach der Ernte am Boden abgeschnitten. Von den neuen Trieben bleiben pro Meter 4 – 6 kräftige Pflanzen stehen. Auch die Himbeeren werden jetzt mit Kompost oder einem Beerendünger versorgt.

 

Von Johannisbeeren gibt es viele Sorten. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Farbe (weiß/rot/schwarz), sondern auch in den Erntezeitpunkten. Johannisbeeren haben den höchsten Zuckergehalt, wenn alle Beeren einer Traube reif sind! Auf der Homepage des Kreisverbandes finden Sie gute Sortenempfehlungen!

Wie alle Beeren lassen sich auch Johannisbeeren gut einfrieren, wenn Sie nicht frisch gegessen oder als Kuchen, Gelee, Marmelade, Chutney, Saft usw. verarbeitet werden.

Als wir aus der Vorstandschaft unser „Beerenwissen“ zusammentrugen, kam ein Rezept zum Vorschein, dass unsere Mütter bereits gerne machten und an uns weitergaben. Wir möchten es Ihnen nicht vorenthalten:

Schüttelbeeren

1 kg Johannisbeeren und ¾ kg Zucker (bei dem einem Rezept, beim anderen ½ kg) vermischen und langsam zum Kochen bringen. 10 Minuten schütteln, nicht rühren! Heiß randvoll in saubere Gläser füllen und sofort verschließen. Kurz auf den Deckel stellen. Die Beeren bleiben ganz und können als Preisselbeerersatz zu Fleisch, für Pfannkuchen, für Nachspeisen, Pudding, Eis oder als Kuchenfüllung verwendet werden. 

Felsenbirnen lassen sich genauso verarbeiten! Übrigens: Felsenbirnen gelten als schwach giftig. Die Kerne der Felsenbirnen enthalten – wie Apfelkerne – cyanogene Glycoside,  aus denen bei der enzymischen Spaltung Blausäure entsteht. Dafür müsste man die Kerne aber erst aufbeißen! 

Um Johannisbeeren über Jahre vital zu halten werden diese nach der Ernte geschnitten. Johannisbeeren tragen die meisten Früchte an den zwei- und dreijährigen Trieben.  Ideal aufgebaut ist eine Staude, wenn Sie nach dem Schnitt aus jeweils 4 einjährigen, 4 zweijährigen und 4 dreijährigen Trieben besteht. Vierjährige Triebe und alle (bis auf 4 kräftige einjährige Triebe) werden deshalb beim Schnitt vollständig entfernt. 

Die Jostabeere ist hauptsächlich eine Kreuzung aus der schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere und gedeiht in unserer Gegend gut.

Die Stachelbeere, früher oft als Klosterbeere bezeichnet, liefert viel Kalium. Stachelbeeren können durch Absenker vermehrt werden. Baumschulen bieten veredelte Gartenformen als Halb- oder Hochstämmchen an, was die Ernte erleichtert. Stachelbeeren werden im Frühjahr geschnitten. Dabei wird ausgelichtet und die Triebe werden eingekürzt. Verwendet werden die Beeren meist als Kompott, Kuchenbelag und Marmelade.

Stachellose Brombeeren machen die Ernte und Pflege einfach. Die Blüten der Brombeere werden gerne von Bienen aufgesucht! 

Brombeerblätter finden sich getrocknet in vielen Teesorten! Für einen Likör nehmen Sie 200 g voll reife Brombeeren, geben diese mit 150 g Kandiszucker und einer Zimtstange in ein weites Glas, übergießen das Ganze mit einer Flasche Korn (0,7 l), verschließen das Glas und lassen dieses an einem kühlen Ort stehen. Ab und zu durchschütteln. Nach 6 bis 8 Wochen abseihen oder filtern. 

Abgetragene Ruten werden nach dem Tragen oder im Frühjahr abgeschnitten.

Im Juli reifen die Heidelbeeren. Sie gehören zu den Heidekrautgewächsen und wachsen gut in moorigen Gebieten. Die Kulturheidelbeeren sind Kreuzungen und werden in vielen Sorten angeboten. Sie benötigen einen sauren Boden, also einen Boden mit niedrigem Ph-Wert. Sie zählen zu den Flachwurzlern und benötigen eine hohe Bodenfeuchte. 

Unser Tipp: Auf Plantagen in der näheren Umgebung können je nach Jahreszeit Erdbeeren, Heidelbeeren, Apfelbeeren und Cranberries geerntet und erworben werden.

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Ein Rezept für ein beeriges Wasser - vitaminreich, biologisch, lecker!

Für etwa 500ml Wasser eine gute Hand voll Beeren, einen großer Zweig Minze (oder Zitronenverbene, Thymian, ... je nach Gusto) und ein paar Scheiben ungespritzte Zitrone waschen und in ein Glas geben, mit Wasser auffüllen, dicht verschließen und mindestens drei Stunden oder noch besser über Nacht (höchstens 24 Stunden) im Kühlschrank durchziehen lassen. Schmeckt bei warmen Wetter und nach dem Sport am besten direkt aus dem Kühlschrank. Die Früchte können anschließend noch im Müsli verwertet, oder einfach gleich mitgegessen werden.


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Kräuter 

Als Kräuter werden krautige Pflanzen bezeichnet. Viele Kräuter werden als Küchen- und Heilkräuter verwendet. Kräuter haben  - je nachdem was man sammeln und verwenden will  (Wurzel, Blatt, Blüte) – unterschiedliche Sammelzeiten

Viele Kräuter stehen kurz vor der Blüte. Bei einigen Pflanzen (z.B. Rosmarin, Thymian, Estragon, Zitronenmelisse, Pfefferminze aber auch vielen anderen Kräutern) ist dies der beste Erntezeitpunkt. Von anderen Kräutern können jetzt die Blüten (z.B. Lavendel, Ringelblume, Malve, aber auch die Lindenblüten) getrocknet werden.

Sammeln Sie nie Kräuter die Sie nicht sicher kennen!

Blättern Sie einmal in einem Kräuterbuch. Sie werden erstaunt sein, wie viele Kräuter es gibt und wie diese verwendet werden können! Die Bücherei hat eine gute Auswahl an Büchern! 

Ernten Sie Kräuter, die sie trocknen wollen, vormittags, wenn die Pflanze trocken ist, binden Sie einen Strauß und lassen diesen luftig aufgehängt an einem geschützten Ort trocknen bis die Blätter rascheln. Blüten lassen sich gut auf Tücher trocknen. Junge Blätter von Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren können ebenfalls getrocknet und in Kräutertees verwendet werden. Die getrockneten Blätter bewahren Sie bis zur Verwendung dunkel auf. Mischen Sie sich im Winter je nach Lust und Laune – oder Krankheitsbild – Ihren eigenen Kräutertee! 

Mit frischen Zweigen können würzige Kräuteressige und Öle hergestellt werden.

Aus den Blüten des Johanniskrauts kann ein Rotöl hergestellt werden, das z.B. bei Verbrennungen eingesetzt werden kann.

Viele von Ihnen kennen sicher die Ringelblumensalbe!

Ein Tee aus Salbei hilft bei Halsschmerzen. Hierfür 1 – 3 frische Salbeiblätter mit 1 l kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Abgekühlt mit dem Tee mehrmals täglich gurgeln. Für Kinder: Einen zuckerhaltigen Kaugummi (zuckerfreie Kaugummis zerbröseln) durch die Nudelmaschine drehen (geht vermutlich auch mit einem Nudelholz), ein kleines Blatt Salbei drauflegen, einschlagen und nochmals durchdrehen. Bei Halsschmerzen kauen! 

 

Die allen bekannte Brennnessel zählt als Heil- und Gemüsepflanze. Sie kann für Suppen, Spinat, Aufläufe aber auch Tee verwendet werden. Geerntet werden hierfür die Blätter und Samen. Sie ist sehr blutreinigend, lindert rheumatische Beschwerden, wird bei Gicht, Nieren- und Blasenleiden wegen ihrer reinigenden Wirkung eingesetzt und bei Magen-Darm-Leiden. Brennnesseln enthalten sehr viel Vitamin C, Gerbstoffe, Flavonoide und in den Brennhaaren Ameisensäure. 

Hier ein Rezept für eine Brennnesselsuppe:

1 Zwiebel, 2 Gelbe Rüben und 2 Kartoffeln kleinwürfelig schneiden und andünsten. Mit 1 l Gemüsebrühe auffüllen und fast weichkochen. 5 Minuten vor Ende der Garzeit Brennnesselblätter dazugeben (entweder ganz junge Pflanzen oder nur die oberen Blätter). Nach 5 Minuten alles mit dem Mixer pürieren, mit ¼ l Milch und 1/8 l Sahne verfeinern. Mit Salz und evtl. Gemüsebrühe abschmecken. Servieren sie die Suppe mit einem Klecks Sahne und gerösteten Kürbis- oder Sonnenblumenkernen!

 

Aus Brennnesseln und Giersch lässt sich eine Quiche zubereiten:

Für 1 Blech: 6 EL Öl, 6 EL Milch und 2 Eier verquirlen, 200 g Quark und eine Prise Salz unterrühren. 500 g Mehl vermischt mit 1 P. Backpulver unterkneten. Diesen Teig auf einem tiefem, gefettetem Blech ausrollen und einen Rand hochziehen. 

Für den Belag 200 g Zwiebeln in Olivenöl andünsten, 1 – 2 Knoblauchzehen zugeben, 200 g Brennnesseln und Giersch in Streifen schneiden und solange mitdünsten, bis das Gemüse zusammenfällt. Gemüse etwas abkühlen lassen und dann auf dem Teig verteilen.  3 Eier mit 200 ml Sahne und 200 ml saurere Sahne verquirlen, mit Salz, Zitronensaft und Muskat abschmecken und über das Gemüse gießen. Mit Käse bestreuen und im Backofen bei 220 Grad etwa 20 Minuten backen.

Guten Appetit! 

Die Brennnessel kann aber auch im Garten verwendet werden!

Eine Brennnesseljauche gilt als pflanzenstärkend und ist ein gutes Mittel gegen Blattläuse. Hierfür setzt man ca. 1 kg Kraut mit 10 l Wasser an und lässt diesen Ansatz 3 Tage stehen. Wenn die Jauche vergoren ist, wird diese abgeseiht. Diese kann nun 10fach verdünnt zum Gießen oder Spritzen verwendet werden.

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Allen Basilikumliebhabern wollen wir einmal das Strauchbasilikum empfehlen. Es ist sehr robust, hat eine schöne Blüte und ist ein wahrer Bienenmagnet. Verwenden kann man die Blätter genauso wie vom “normalen“ Basilikum, sie sind allerdings etwas fester. Leider ist das Strauchbasilikum nicht winterhart.

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Gestalten Sie doch einmal einen Strauß aus Kräutern oder binden einen Kranz oder – wie hier – ein Herz, das aus einem Drahtherz und verschiedenen Kräutern, wie Salbei, Frauenmantel, Schafgarbe und Oregano schnell gebunden ist.

 


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Rosenzeit! 

Wir bedanken uns bei allen ganz herzlich, die uns ihre Rosenbilder zugesandt haben! Wir haben aus den eingesandten Bildern gewählt

 


 

Nun blüht sie in voller Pracht – von vielen als die Königin unter den Blumen bezeichnet – die Rose. Unser erster Gedanke war, mit Ihnen einen Spaziergang durchs Dorf zu machen und Ihnen die schönsten Rosen zu zeigen. Dies gaben wir schnell wieder auf, denn in Kirchanschöring gibt es unzählige, wunderschön blühende, gefüllte und ungefüllte und somit bienenfreundliche Exemplare. 

Hierzu zwei Beispiele:

Rosen mögen einen lockeren, lehmig-sandigen und nährstoffreichen Boden. Da sie Tiefwurzler sind, müssen sie nicht viel gegossen werden. Sie holen sich das Wasser aus tieferen Schichten. Reicht ihnen dieses Wasser nicht, zeigen sie es, wenn sie gegossen werden wollen. Aber bitte nicht über die Blätter. Außerdem stehen Rosen gerne an einem gut durchlüfteten Platz an der Sonne!

Wer eine ADR Rose, also eine Rose auswählt, die die Allgemeine Deutsche Neuheitenprüfung bestanden hat, pflanzt eine Sorte, die sich gegen alle möglichen Schädlinge und Krankheiten als robust erwiesen hat. Das ADR Siegel wird nur an Rosen verliehen, die sich drei Jahre ohne Pflanzenschutzmittel bewährt haben.

Im Fachhandel gibt es unzähltige Spezialdünger. Sie können Rosen aber auch Anfang März mit etwas Kali-Magnesia für Widerstandskraft und zum Ausreifen der Triebe und zur Blüte nochmals mit einigen Körnern Kali-Magnesia versorgen. Denken Sie daran, alles was die Pflanze nicht aufnehmen kann, landet im Grundwasser und „schmälert außerdem unnütz ihren Geldbeutel“. Im Herbst werden Rosen mit Kompost angehäufelt, als Schutz und Dünger fürs Neue Jahr.

 

Und jetzt stellen wir Ihnen unsere Lieblingsrosen vor:

Aicher Johanna: 

Meine Lieblingsrose ist die Kletterrose Bobby James. Sie ist absolut pflegeleicht, nur gedüngt will sie werden. Ansonsten darf sie wachsen wie sie will. Diese Rose ist zugleich mein Insektenhotel.


 

Babinger Manuela:

Zu meinen Lieblingsrosen zählt auf jeden Fall die Edelrose Nostalgie von Tantau. Sie hat, wie ich finde ein sehr schönes Farbspiel von rot bis cremeweiss. Bei mir wird sie ca. 1m hoch und ca.50-70cm breit, ist gesund und hat einen leichten Duft.

So schön die gefüllten Rosen auch sind, würde ich euch, den Bienen zuliebe, bitten, auch ungefüllte Sorten in den Garten zu pflanzen. Auch hier gibt es sehr schöne Exemplare.

 

Gaugler Regina:

Meine Lieblingsrose ist die orange blühende Strauchrose Westerland. Sie ist sehr winterhart und hat von Juni bis Oktober halbgefüllte, duftende Blüten. Ich schneide sie jedes Jahr kräftig zurück. Das belohnt sie mit einem schönen Strauch!

 

Haunerdinger Elisabeth:

Ich freue mich jedes Jahr über die wunderschöne Blüte der Rosensorte Leonardo da Vinci, die das Abschiedsgeschenk des Gartenbauvereins an mich als Vorsitzende war. Sie duftet leicht und ist sehr robust. Gedüngt wird sie von mir mit Rasenschnitt. 

 

Mangelberger Rosmarie:

Eine meiner Lieblingsrosen ist die öfter blühende Kletterrose Bajazzo. Die Blüten sind halb gefüllt und wie man auf dem Bild sieht, ein Bienenmagnet. Wenn man sie lässt, setzt sie reichlich Hagebutten an.

 

Rackerseder Irmi:

Meine Mini-Eden hinter dem Brunnen ist eine meiner Lieblingsrosen.

 

Staudinger Thomas: 

Eine meiner Lieblingsrosen ist die Bibernell-Rose (Rosa pimpinellifolia). Sie ist eine kompakte Wildrose, wird ca. 150 cm hoch und macht nur wenige Ausläufer. Ihre Blüten sind cremeweiß, ungefüllt und haben einen starken Duft. Außerdem blüht sie etwa 2 Wochen vor allen anderen Wildrosen. Eine wahre Freude für die Bienen. Das Laub erinnert an die Bibernelle, daher auch ihr Name. Und noch eine kleine Besonderheit: Ihre Hagebutten sind vollkommen schwarz und halten sehr lange. Sie können als Akzent in herbstlichen Blumensträußen verwendet werden.

 

Stöwe Katharina:

Die rosa Strauchrose Elmshorn ist der Favorit unter meinen Rosen. Sie wächst kräftig und braucht manchmal einen starken Rückschnitt, damit sie nicht alles überwuchert (heuer habe ich sie kräftig geschnitten), dafür blüht sie aber von Mai bis spät in den November und duftet leicht nach frischen Äpfeln. Die starken Stiele mit den vielen Blüten halten sich sehr gut in der Vase.

 

Straßer Dagmar:

Drei unbekannte Schönheiten:

 

Straßer Martha:

Die Rose Russelliana, eine alte Sorte von 1837, mit ihren purpurfarbigen Blüten und mittelgroßen Rosetten zählt zu meinen Lieblingsrosen. Leider ist sie nur einmalblühend, hat dafür aber einen intensiven Duft und einen sehr reichen Hagebuttenbestand. Sie gedeiht auch auf mageren Böden, ist sehr winterhart und gut geeignet, Bäume zu beranken. 

 


 

Regina Gaugler hat - angeregt durch einen Beitrag im ARD-Büffet - eine Tisch Deko mit Rosen und Labkraut gestaltet!

 


Und hier noch ein paar Fotos vom Besuch des Rosengartens in Trostberg am 07.06.2019 zum Blättern:

 


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Hollunder 

Der Holunder ist reif – zugegeben, wir sind etwas spät dran, aber an nord-/westlichen Seiten blüht er noch. Meist sieht man den schwarzen Holunder (Sambucus nigra), der zu den Geißblattgewächsen gehört, denkbar anspruchslos ist, aber besonders gut in stickstoffreichen, feuchten, durchlässigen Böden gedeiht. Er mag sonnige, aber auch halbschattige Standorte. 

 


Pfarrer Kneipp sagte: „Vor dem Holunderstrauch musst du den Hut abnehmen, weil er so hilfreich ist.“ 

Karin Greiner beschreibt in ihrem Buch „Bäume in Küche und Heilkunde“ die Nutzung in der Heilkunde mit

- Blüten für Tee, Sirup, Öl, Salbe, Creme sowie für Hydrolate gegen Infekte der oberen Luftwege, fiebrige Erkältung, zur Immunstärkung, Blutreinigung, als Schwitztee, auch bei Heuschnupfen, zur Hautpflege, bei Kopfschmerzen

- Früchte entsaftet, gekocht und getrocknet zur allgemeinen Stärkung, zur Unterstützung des Immunsystems, bei grippalen Infekten, Grippe, Blasen- und Nierenbeschwerden, Durchfall, Rheuma, Ischias, Nervenschmerzen

- Rinde und Wurzel für Tee bei Muskel- und Gelenkrheumatismus, Ödemen, Verstopfung, Blasenleiden

Aber Vorsicht: Sie weist darauf hin, dass in allen grünen Teilen, unreifen Beeren als auch in den Samen reifer Früchte, der Rinde sowie in den Wurzeln Stoffe enthalten sind, die leicht giftig wirken und heftige Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall hervorrufen können. Nachdem vor allem Blätter, Rinde und Wurzel bei der Dosierung sehr schwierig einschätzbar sind, rät sie von einer Eigenbehandlung mit diesen Teilen unbedingt ab!

 


Seit einigen Jahren sieht man in manchen Gärten einen rosa blühenden Holunder. Im Handel gibt es die Sorten Black Lace und Black Beauty. Aus den Blüten lässt sich rosa Sirup herstellen. 

 


In der Küche werden die Blüten zu Sirup, Gelee oder Holunderblütenküchlein verarbeitet. Die Blüten lassen sich gut trocknen und so als Tee verwenden. Die Beeren ergeben einen köstlichen Saft, Gelee oder Hollerkoch, können aber auch bei niedriger Temperatur z.B. in einem Dörrautomat getrocknet werden. 

 

Durch das Modegetränk Hugo wurde der Holunderblütensirup „weltberühmt“.

Hier ein Rezept von Martha Straßer:

50 Holunderblüten vom Stängel streifen, 2 unbehandelte Zitronen oder Limetten in Scheiben schneiden, von 4 Zweigen Zitronenmelisse die Blätter abstreifen, 5 cm Ingwerwurzel in feine Scheiben schneiden und alles in einen großen Topf geben.

3 l Wasser mit 2 kg Zucker aufkochen, bis der Zucker gelöst ist. 1 Tasse davon mit 60 g Zitronensäure verrühren und wieder zurückgeben. Das Ganze dann über die Blüten gießen. 5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Durch ein Tuch filtern,  kurz erhitzen und in saubere Flaschen abfüllen.

Für einen Hugo ein Rotweinglas mit Minze ausreiben, Eiswürfel ins Glas geben, je zur Hälfte mit Mineralwasser und Prosecco auffüllen, darüber ein Stamperl Holunderblütensirup gießen! 


 

Und hier noch ein Rezept für Hollerküchlein 

Die einfache Variante: Machen Sie einen etwas dickeren Pfannkuchenteig, ziehen Sie die gereinigten Holunderblüten durch den Teig und backen diese in schwimmendem Fett aus. 

Die feinere Variante: Die Eier trennen und aus dem Eiklar einen Schnee schlagen und den Teig mit einer Vanilleschote verfeinern.

Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. 

Wenn Sie jetzt noch ein Glas Hollerkoch haben, sind Sie allemal auf der Gewinnerseite!


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Ein Basteltipp (nicht nur für Kinder):

Insekten-Nisthilfe

Vorzugsweise im Herbst, werden Stängel vom Holunder geschnitten und vom Laub befreit. Jetzt kann man sie auch gleich noch mit der Gartenschere auf die richtige Länge schneiden. Anschließend ca. 2-3 Monate trocknen lassen, da das Mark sonst noch zu weich zum Ausbohren wäre und sich an unsauberen Löchern die Insekten verletzen könnten. Wenn das Mark trocken ist, mit einem geeigneten Bohrer (richtet sich nach dem Stängeldurchmesser) das Mark entfernen. Eine saubere Dose (gerne auch bunt bemalt) stramm mit den Stängeln befüllen, damit die Vögel sie nicht herausziehen können. Im zeitigen Frühjahr mit der Öffnung nach Südosten, etwas geschützt und nicht frei hängend, aufhängen.

 

Das Bild stammt vom Ferienprogramm 2018